High Tech – Soft Touch

Februar 25, 2008


Foto: Kamera – handgenäht! ©Link

Bekanntlich ist Handarbeiten wieder angesagt! Dabei entstehen sehr witzige Sachen. Diese Kamera, aus Socken genäht, ist ein Kunstwerk von Neta aus Israel.
Bewußtes „low tech“ mit witzig-ironischem Seitenblick auf die TechnikMania.

via craftzine


Foto: Die „sakura blossom front“ – Karte des japanischen Wetterdienstes ©Link

Welche Bedeutung die Kirschblüte (sakura) in Japan hat, lässt sich schon daran erkennen, wie die Wetterdienste in speziellen Vorhersagen das bevorstehende Ereignis ankündigen und dokumentieren. Neuigkeiten werden im ganzen Land mit freudiger Spannung verfolgt. Die offizielle Sakura-Vorhersage („sakura senzen“) für den Beginn der diesjährigen Kirschblüte wurde jetzt veröffentlicht und wird regelmässig aktualisiert (Foto). In den TV-Wetter -Nachrichten widmet man sich dem Thema ausführlichst.
Durch das warme Wetter bedingt, setzt die Kirschblüte auch dieses Jahr wieder früher ein. Zuerst öffnen sich übrigens die zarten Blüten der Pflaume, die oft an Berghängen wächst.
In Okinawa (nicht auf der Karte) blühen wegen der nahezu tropischen Temperaturen schon im Januar Kirschäume.

Im traditionellen, bäuerlichen Japan begann mit der Kirschblüte für die Menschen ein Aufatmen nach einem kalten, langen Winter. Die Knospen galten auch als ein erstes Vorzeichen für die Güte der Ernte. Zwar hat sich vieles hat in Japan verändert, auch die Winter sind nicht mehr soo kalt – aber die Vorfreude auf Sakura und Parties unter blühenden Bäumen ist ungebrochen.

„sakura senzen“ Homepage

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Foto: Vipassana Meditationszentrum, Phitsanulok / Thailand

Heute wieder ein Newsletter von meiner Freundin Reny, dieses Mal aus Thailand.

Vipassana in Phitsanulok / Thailand

Ich bin in Sukhothai und sitze im Internetcafe bei leiser Musik, nebenan spricht man Deutsch.
Gerade bin ich aus dem Vipassanakurs in Phitsanulok gekommen. Das war richtig interessant. Bis jetzt war ich ja nur in Zentren, wo Westler studiert und meditiert haben: Deutschland – Dharamsala – Kopan. Hier sind lauter Thais und nur ein paar Ausländer. Zum ersten Mal viel weniger Männer als Frauen, über 2 Drittel Frauen. Meist ganz alte und ganz junge.

Vor allem hat mich beeindruckt, wie die Thais so ein Center aufziehen und wie sie meditieren! Alles dort war riesig gross und ganz neu. Alles perfekt. Vielleicht ein bissel steril – wenn man da an Dharamsala denkt… Viel viel Geld hat das sicher gekostet!

Alles ist supersauber – selbst die Decken zum Schlafen und all die vielen Meditationskissen wurden nach jedem Kurs gewaschen! Jeder hatte ein Einzelzimmer. Die Old Students sogar Zimmer mit Dusche, WC, Fan und Waschbecken extra und eine Leine für die Wäsche. Ein Laundryservice gab es auch noch! Überall stand Putzzeug ‘rum – vor der Meditationshalle, vor dem Essbereich, und jeder hatte noch seinen eigenen Besen und Mobb und Putzlappen. Und und und…

Und sie haben dauernd gewaschen, die Thaidamen – ständig hing Wäsche auf der Leine vor ihren Zimmern! – wenn sie nicht meditiert haben! 10 Stunden am Tag, d.h. vier Uhr früh aufstehn… Plaudern war ja nicht gestattet! Bei so einem Kurs ist „Edles Schweigen“ angesagt, nicht mal Augenkontakt ist erlaubt, Geschlechtertrennung selbstverständlich!

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Foto: Prinzipien der Vipassana-Meditation (Sanskrit – Englisch) ©Link

Die Thaifrauen meditieren in Weiss! Hübsch hat das ausgesehen. Viele im traditionellen Sarong, auch die Männer – sehr schön. Die Lehrerin erschien jeden Tag in einem anderen Sarong. Und wie sie sitzen beim Meditieren! Sowas von diszipliniert! Da sass eine alte Dame vor mir, ca. 70, immer adrett in Weiss, mit grauem Pferdeschwanzerl, bewegungslos, Stunden um Stunden, ohne auch nur mit dem Schwanzerl zuwippen! Wie eine Statue in Erz gegossen. Neben mir eine junge – same same. Also, vor Neid kann man da erblassen.
Wenn sie ihren Geist genau so konzentrieren können, dann wäre das sicher EINE Erklärung für ihren Erfolg.

Die paar Westler hatten alle Probleme mit dem langen Sitzen. Noch ein Kissen untergeschoben, noch eine andere Haltung probiert, so spät wie möglich hingesetzt, alle haben gestöhnt. Später sagte mir eine Massagetherapeutin, dass die Asiaten anders gebaute Hüften haben, die können das Sitzen im Lotos oder Halblotos von Natur aus…

Und dann das Essen!! 10 Tage ein einziges Fest!!! So lecker, dass ich doch tatsächlich schon zum Frühstück nach Thaiart gespeist habe. Natürlich gabs auch Toast, Butter und Jam. Und Tee und Kaffee und sonstige Getränke, auch Cookies jede Menge. Und das leckere Obst! Soviel zu jedem Essen! Ich glaub ich hab nie 10 Tage hintereinander so exzellent gespeist!! Hab ja nicht immer gewusst, was ich in den Mund gesteckt hab, aber da alles vegetarisch war, bestand keine Gefahr, irgendwelche Käfer oder sonstige Grauslichkeiten zu schlucken, die auf den Märkten zum Verkauf angeboten werden.

Unsere „Meditationszellen“ waren kleine Räume, ca. 1,5 Meter im Quadrat, zum Zusperren, da konnte man ganz alleine für sich meditieren. Das hat mir gut gefallen! – Folgendes fand ich weniger schön: Da im Zentrum noch Bauarbeiten im Gange waren, hat man manchmal Klopfen, Hämmern o.ä. gehört. Ausserdem gab es eine sehr laute Lüftungsanlage, die ab dem 3. Tag mittags und abends angestellt wurde, und die ich nicht leiden konnte. Die hat mir das Meditieren dann ziemlich vermiest… Wenigstens in den Morgenstunden fand ich es kühl genug. Mir wäre es grundsätzlich auch ohne Lüftung recht gewesen, aber die Thais scheinen diese Technik zu mögen…

Die ersten Tage war es in der Nacht und morgens noch eisig kalt – alle haben geschnattert. Solche Temperaturen erwartet man ja in Thailand nicht. Plötzlich sind alle mit Mützen erschienen, die es auch im Zentrum gab.

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Foto: Vipassana-Zentrum © Link

Ich habe wieder Empfehlungen für schöne Zentren in Thailand gekriegt, da tun sich so viele Möglichkeiten für Alleinreisende auf: Wenn es einem fad wird, geht man in ein Meditationszentrum. Dort lernt man doch eine Menge über das Land und die Nationalpsyche! Und man trifft so interessante Leute! Gerade reise ich mit einer Wissenschaftlerin aus Israel, die ihren Job geschmissen hat, einer jungen Chinesin, die sich seit Monaten hier rumtreibt, und einer jungen Frau aus Australien.

Heute stehen auf meinem Programm nur Internet und Erholung vom Stress ( > 4 Uhr Aufstehen). Morgen schauen wir die Ruinen an, übermorgen zurueck nach BKK, wo ich Bekannte vom vorigen Burmatrip und eine Freundin treffen werde, die vielleicht mit nach Burma kommt! Ich fahre wirklich zum Teil hin, um den Leuten zu zeigen, dass wir sie nicht vergessen haben! Da muss man doch solidarisch sein!
Es heißt, die Junta soll die armen Menschen noch mehr unterdrücken und auspressen.
So eine Schande, und keiner schmeisst sie raus!

So, das wärs mal wieder.
Liebe Grüsse
Reny

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Foto: Sprachstudenten aus Shizuoka ©Robert-Gilles

Robert-Gilles hat dieses Foto von seinen Studenten gemacht: Die junge Frau (22) muss übrigens für ihr Studium jobben – das gibt’s auch in Japan. Der junge Mann (18) trägt zum blonden Haar blaue Kontaktlinsen – kann man es erkennen?

Bollywood-Beau @ Berlinale

Februar 8, 2008

Von vielen heisser ersehnt als die Rolling Stones: Sharukh Khan, Superstar des Bollywood-Kinos kommt nach Berlin! Beim Berlinale-Special wird der Film „Om shanti Om“ (R: Farah Khan) in deutscher Erstaufführung gezeigt. Sharukh Khan hat seine Teilnahme für die Premiere am 8. 2. zugesagt und wird auch an einem Podiumsgespräch teilnehmen (10. 8. – Hebbel Theater am Ufer) .

Die Eintrittskarten für die Kino-Premiere sollen übrigens binnen fünf sieben Minuten ausverkauft gewesen sein! Vermutlich BerlinaleRekord!
Für alle, die keine Karte mehr bekommen haben: Der Film startet unmittelbar nach der Berlinale in den Kinos.

Die enorme Popularität des Bollywood-Kinos ausserhalb Indiens ist ein weltweites Phänomen. Auch in Deutschland hat die Begeisterung für Stars und Unterhaltungsfilme aus Indien in den letzten Jahren rapide zugenommen – das Fernsehen hat sich bereits darauf eingestellt („Bollywood“ auf arte, RTL etc.) Auch wenn in den Filmen natürlich eine Kunstwelt dargestellt wird: Wer aufmerksam hinschaut, erfährt eine Menge über die indische Kultur, deren Kommunikations- und Verhaltensweisen und macht sich schon mal etwas auslandsfit für Indien!

Aktuelle Infos zum Thema gibt es beim
Bollywood-Blog

Crazy Bra mit Stäbchen

Februar 4, 2008

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Foto: Ein Model präsentiert „My Chopstick Bra“ ©Link

Dieses hoch fantasievolle Dessous ist doch wirklich passend zum Karneval ;)
Der „My Chopstick Bra“ wurde von der Firma „Triumph International“ in Japan vorgestellt und gehört – man höre und staune – zu einer speziellen Konzept-Produktlinie, mit der das Bewußtsein für Umweltprobleme gestärkt werden soll. Die Cups des „My Chopstick Bra“ sind wie Reis- und MisoSuppe-Schalen gestaltet (siehe Foto). Der Clou sind die beigefügten Ess-Stäbchen (zusammenschiebbar, seitlich zu befestigen). Damit ist die Trägerin jederzeit vorbildlich im Restaurant etc. ausgestattet und kann auf Einmal-Stäbchen verzichten.

Hintergrund: Die Rohstoffverschwendung (Abholzung der Regenwälder) durch Einmal-Ess-Stäbchen (waribashi) ist in der letzten Jahren in Japan immer mehr in die Kritik geraten. Im Schnitt verbraucht eine Person ca. 200 Paar Ess-Stäbchen pro Jahr.Viele umweltbewußte JapanerInnen nehmen daher für unterwegs schon ihre eigenen Stäbchen mit.

via: JapanProbe

Sushi PicNic

Februar 2, 2008

Sushi PicNic Ein lustiges NHK (Kinder) Video über Sushi. Einfach nett – Japan!